Pressemeldung

Expertenworkshop im G-BA

Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung 

München, 22. Mai 2014 – Das Netzwerk gegen Darmkrebs und die Felix Burda Stiftung initiieren am 23. Mai 2014 einen Expertenworkshop in den Räumen des Gemeinsamen Bundesausschuss in Berlin. Rund 60 Experten der Selbstverwaltung, aus ärztlichen Fachgesellschaften und der Gesundheitspolitik diskutieren Themen, für die im Hinblick auf die Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes besonderer Klärungsbedarf besteht. Der Workshop ist nicht öffentlich.

Die seit mehr als 40 Jahren gültige Krebsfrüherkennungsrichtlinien des Bundesausschusses Ärzte und Krankenkassen wurde im April 2013 durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister (Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz KFRG) abgelöst. Bei der Umsetzung des darin geforderten organisierten Früherkennungsprogramms (KFRG, § 25a), die bis 30. April 2016 beschrieben und veröffentlicht werden soll,  kommt dem gemeinsamen Bundesausschuss eine zentrale Rolle zu.
Aber auch für die weiteren Partner im Gesundheitswesen entstehen neue Handlungsfelder, in denen weitreichende Entscheidungen zu treffen sind. Dabei gibt es eine Fülle von Grundsatz- und Detailfragen zu klären, die im Rahmen des Expertenworkshops in den Räumen des G-BA diskutiert werden.  

Gastgeber Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA:
„Das Netzwerk gegen Darmkrebs engagiert sich seit vielen Jahren sehr intensiv im Bereich der Darmkrebsvorsorge. Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Das Sensibilisieren der Fachwelt und der Öffentlichkeit für diesen Bereich und die Information über Möglichkeiten der Früherkennung ist daher ein Bestreben des Netzwerks,  das ich sehr begrüße.“

Der Expertenworkshop wird moderiert von Prof. Dr. Eberhard Wille (Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung). Impulsreferate halten Prof. Dr. Reinhard Busse (Fachgebietsleiter Management im Gesundheitswesen, TU Berlin), Prof. Dr. Alexander Katalinic (Institut für klinische Epidemiologie, Universität Lübeck) und Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann (AWMF, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Universität Tübingen).