Aktuelles

Das Netzwerk gegen Darmkrebs trauert um sein Gründungsmitglied und seinen Ehrenpräsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen

10. Oktober 2019
Nachruf Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen (1936-2019) Mit Meinhard Classen verlieren wir einen engagierten Arzt, einen anerkannten Wissenschaftler und einen zuverlässigen Freund, der uns seit der Gründung des Netzwerk gegen Darmkrebs jederzeit mit klugem Rat und nachhaltigem Einsatz zur Seite stand. Seine international anerkannte Forschungsarbeit in der Gastroenterologie führte dazu, dass die Endoskopie nicht nur als diagnostische, sondern auch als wichtige therapeutische Disziplin Anerkennung fand, was ihm weltweite Reputation und zahlreiche Ehrungen einbrachte. Als Herausgeber wissenschaftlich-medizinischer Fachzeitschriften trug Meinhard Classen maßgeblich dazu bei, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auch im klinischen Alltag und damit beim Patienten Berücksichtigung finden. Nach seiner Emeritierung an der TU München widmete er sich noch intensiver der Darmkrebsvorsorge in Deutschland und war als Mitglied des Präsidiums beim Aufbau des Netzwerk gegen Darmkrebs in alle strategischen Überlegungen einbezogen. Darüber hinaus stellte er sein Fachwissen und…
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Neues Einladungsverfahren: Eckpunkte des organisierten Darmkrebsscreenings

31. Juli 2019
Mit der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme beschloss der G-BA am 19. Juli 2018 ein organisiertes Darmkrebsscreening. Was bedeutet dies und was ändert sich gegenüber der bisherigen Darmkrebsvorsorge? Bisher hatte jeder gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren jährlich Anspruch auf einen Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge und ab 55 Jahren Anspruch auf zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von 10 Jahren, wozu er/sie jedoch nicht explizit von der Krankenkasse eingeladen wurde. Dies ändert sich nun. Denn neu ist, dass anspruchsberechtigte Versicherte fortan regelmäßig eine Einladung zur Darmkrebs-Früherkennung erhalten. Zudem wurde das Alter von Männern, mit dem sie zur Vorsorgekoloskopie gehen dürfen, auf 50 Jahre herabgesetzt. Konkret umfassen die Änderungen folgende Punkte: Männer und Frauen erhalten mit Erreichen des 50zigsten Lebensjahres eine Einladung zum organisierten Darmkrebsscreening. Weitere Einladungen folgen mit Beginn des 55sten, 60sten und 65sten Lebensjahres. Als Einladungsstichtag ist der erste Tag nach Ablauf des…
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Mit betrieblicher Vorsorge gemeinsam gegen Krebs!

10. Februar 2019
Ein durchschnittlicher Vollzeit-Arbeitnehmer verbringt rund 41,2 Stunden pro Woche[1] in der Arbeit. Der Arbeitsplatz ist also ein Ort an dem wir einen Großteil unseres Lebens verbringen und damit die perfekte Plattform, um Menschen für Präventionsprogramme zu gewinnen, erfahrungsgemäß auch diejenigen, die sich sonst nur schwer für Vorsorgeaktionen gewinnen lassen. Hinzu kommt, dass die demografische Entwicklung dazu führt, dass es in Zukunft zunehmend mehr ältere Arbeitnehmer geben wird. Zusätzlich stehen immer weniger Fachkräfte zur Verfügung, um Stellen zu besetzten. Betriebliche Prävention gewährleistet hier einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern und erhöht die Attraktivität eines Unternehmens. Für eine betriebliche Aktion eignet sich die Darmkrebsprävention hervorragend. Denn Darmkrebs ist mit 61.000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und Männern[2]. Als Risikofaktoren gelten nicht nur ein fortgeschrittenes Alter, ungesunde Ernährung, ein sitzender Lebensstil, sondern auch bereits erkrankte Familienmitglieder. Zudem ist Darmkrebs,…
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FARKOR – Ein bayerisches Modellprojekt – attraktiv für Patienten und Ärzte

04. September 2018
Darmkrebs, oder in der Fachsprache kolorektales Karzinom, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste bösartige Krebserkrankung und auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Darmkrebs. Im bayerischen Modellprojekt FARKOR, das vom Innovationsfonds gefördert wird, sollen Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in Bayern bereits früh - im Alter von 25 bis 50 Jahren - identifiziert werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat im erwähnten Projekt die Rolle der Schirmherrschaft übernommen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ist für die Konsortialführung zuständig, womit organisatorische Aufgaben, wie das Projekt- und Finanzmanagement und die Koordination bei den Vertragsarbeiten, verbunden sind. Darüber hinaus ist die KVB ebenfalls für die Bereitstellung der erforderlichen Abrechnungs- und Servicestrukturen verantwortlich. Als Konsortialpartner sind, neben der Felix Burda Stiftung als Initiator des Projekts, die AOK Bayern, der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)…
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„Der Wille, möglichst viele Mitbürger vor der Diagnose Darmkrebs zu bewahren, ist im G-BA offensichtlich nicht besonders ausgeprägt.“

23. Juli 2018
STELLUNGNAHME ZUM G-BA BESCHLUSS VOM 19.07.18 Das Netzwerk gegen Darmkrebs und die Felix Burda Stiftung freuen sich, dass der G-BA jetzt endlich – nach wohlgemerkt fünf Jahren - eine Entscheidung zur Einführung des organisierten Darmkrebs Screenings getroffen hat. Im Krebsfrüherkennungsgesetz, das im Jahr 2013 verabschiedet wurde, war hierfür eigentlich eine Frist bis April 2016 vorgesehen. Das es nun endlich Fortschritte für die Darmkrebsvorsorge in Deutschland geben soll, ist aus Sicht der Versicherten natürlich zu begrüßen. Doch auch wenn die Umsetzung des Programms gegenwärtig noch nicht im Detail bekannt ist, so ist eines jetzt schon deutlich: der Gemeinsame Bundesausschuss hat wesentliche Punkte der Fachgesellschaften, die diese im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung des organisierten Screening Programms für Darmkrebs in einer gemeinsamen Stellungnahme formuliert und dem Gemeinsamen Bundesausschuss zugeleitet hatten, nicht berücksichtigt. Für die Fachgesellschaften ist das zentrale Anliegen, durch das Screening…
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