Pressemitteilungen

Heidelberger Roadmap für ein Leben ohne Darmkrebs Dritter internationaler Workshop „Innovations in Oncology“

Freitag, 19. Mai 2017

Am 26. und 27. Juni 2017 findet in Heidelberg der dritte internationale Innovationsworkshop zu Darmkrebs statt. Unter dem Titel „How to eliminate Colon Cancer. A Road Map“ haben sich die Veranstalter ein hohes Ziel gesetzt. Im Lauf der zweitägigen Veranstaltung wird ein Strategieplan mit nachhaltigen bundesweiten Maßnahmen für die Vorhersage, Prävention und Früherkennung von Darmkrebs entwickelt. Das Netzwerk gegen Darmkrebs veranstaltet die Tagung gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), dem Universitätsklinikum Heidelberg und der Felix Burda Stiftung. Wissenschaftler und Ärzte können sich ab sofort für die zweitägige Veranstaltung anmelden.

Darmkrebs liegt mit 62.430 Neuerkrankungen und 25.999 Todesfällen pro Jahr in Deutschland weit vorne auf der Rangliste der tödlichen Krebserkrankungen. Die gute Nachricht: Bei frühzeitiger Diagnose ist Darmkrebs fast zu 100 Prozent heilbar. Denn der Tumor wächst langsam und ist in seinen Vorstadien gutartig. Mit der Darmspiegelung existiert eine Vorsorgeuntersuchung, mit der ein vorhandenes Karzinom frühzeitig erkannt und gleichzeitig entfernen werden kann. Trotzdem nehmen bisher nur etwa 30 Prozent der Versicherten ihr Anrecht auf eine Vorsorgekoloskopie wahr. Seit dem 1. April 2017 zahlen die Krankenkassen nun auch einen immunchemischen Test, der Blut im Stuhl wesentlich besser als der bisher gebräuchliche Test nachweist.

Ein organisiertes Programm zur Darmkrebsvorsorge gibt es bislang nicht in Deutschland und neuartige Screening-Tests finden oft nur mit jahrelanger Verspätung Eingang in das Gesundheitssystem. Wie lässt sich also ein Darmkrebsscreening-Programm für alle über 50-Jährigen umsetzen? Vorbild ist Holland: Die Niederländer versenden persönliche Einladungen zusammen mit einem immunchemischen Stuhltest an ihre Bürger. Enthalten ist zudem ein frankierter Rückumschlag für den Versand an das Labor. Im ersten Jahr haben die Holländer damit eine Teilnahmerate von über 70 Prozent erreicht. „Die wirksamste Maßnahme, um Darmkrebs zu eliminieren, ist eine möglichst hohe Teilnahmequote an der Vorsorge“, sagt Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung und Präsidentin des Netzwerks gegen Darmkrebs. „Grund genug mit unserem dritten Innovationsworkshop die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Neuentwicklungen in diesem Bereich in einen strategischen Fahrplan zu übersetzen, der das Potenzial hat, die Vorsorge von Darmkrebs nachhaltig zu verbessern.“

Zentrales Element der Veranstaltung sind zwei interaktive Podiumsdiskussionen. Hier wird der Heidelberger Strategieplan zur Verbesserung der Darmkrebsvorsorge erarbeitet. Moderiert von Thomas Schnelle, Metaplan bringen die Anwesenden alle aktuellen Fakten zusammen und entwickeln ein Konzept, das Darmkrebs langfristig eliminieren soll. Einen möglichen Ansatz sieht Christof von Kalle, Geschäftsführender Direktor am NCT, im Management der wissenschaftlichen und klinischen Daten. „Die Methoden der Datenanalyse bieten faszinierende Möglichkeiten, uns alle Informationen über die Krebserkrankung unserer Patienten zugänglich zu machen, damit wir am Krankenbett klügere Entscheidungen treffen können“, sagt von Kalle.

Über 300 Experten aus aller Welt werden zum dritten Innovationsworkshop Ende Juni in Heidelberg erwartet. Referenten aus den USA, Großbritannien, Schweiz, Israel, den Niederlanden und Deutschland stellen dem Fachpublikum ihre neuesten Forschungsergebnisse zu Darmkrebs vor. Die diesjährigen Schwerpunkte liegen zum einen in der prädiktiven Risikoeinschätzung und der Entwicklung innovativer Präventions- und Früherkennungsstrategien, insbesondere auch für Menschen mit familiärem und erblichem Darmkrebs, sowie auf der Rolle des Mikrobioms und des Lebensstils. Zum anderen geht es um neue Ansätze in der Therapie. In den Hauptvorträgen spricht Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft über den deutschlandweiten Verbund zur Krebsforschung DKTK (Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung). Andrew Morris von der Universität Edinburgh diskutiert den Wert großer Datenmengen für Forschung und Versorgung.

Der internationale Workshop „Innovations in Oncology“ findet am
26. und 27. Juni 2017 im Kommunikationszentrum des Deutschen
Krebsforschungszentrums im Neuenheimer Feld 280 in Heidelberg statt. Vortragssprache ist Englisch.

 

Weitere Informationen und das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier:

www.nct-heidelberg.de/xcrc2017

Berliner Erklärung zur Umsetzung des organisierten Darmkrebs-Screening Programms verabschiedet

Montag, 15. Juni 2015

Führende wissenschaftliche Fachgesellschaften und Institutionen erarbeiten Eckpunkte zum Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz

München, 15. Juni 2015 – Im Anschluss an den Expertenworkshop zur Umsetzung des organisierten Darmkrebs-Screenings am 12. Juni d.J. in den Räumen des G-BA, der von der Deutsche Krebshilfe (DKH), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, einschl. Sektion Endoskopie (DGVS), der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH), dem Netzwerk gegen Darmkrebs und der Stiftung Lebensblicke initiiert und durchgeführt wurde, unterzeichneten die vorgenannten wissenschaftlichen Gesellschaften und Institutionen gemeinsam die folgende „Berliner Erklärung zur Umsetzung des organisierten Darmkrebs-Screenings“.

 

 

 

Berliner Erklärung

zur Umsetzung des organisierten Darmkrebs Screening Programms in die Praxis

 

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Februar 2013 mit großer Mehrheit das Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz (KFRG) verabschiedet. Mit diesem Gesetz wurde die Grundlage für ein organisiertes Krebsfrüherkennungs-programm für Darmkrebs mit bundesweitem Einladungsverfahren geschaffen. Der Gesetzgeber hat den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, bis April 2016 die Umsetzungsvorschriften des Gesetzes festzulegen.

Die Unterzeichner dieser Erklärung sehen als wesentliche Zielsetzung des Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes im Bereich Darmkrebs die signifikante Senkung der Inzidenz und Mortalität der Erkrankung an. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen eine Reihe von Eckpunkten berücksichtigt werden, deren Umsetzung in dieser Erklärung benannt werden:

 

1. Erinnerungsschreiben:
Wir fordern, dass Anspruchsberechtigte, die auf das erste Einladungsschreiben zur Vorsorge nicht reagiert haben, ein Erinnerungsschreiben erhalten, da als gesichert gilt, dass die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen durch schriftliche Nachfassaktionen deutlich gesteigert werden kann.

 

2. Informationsmaterialien:
Wir fordern, dass die Informationsmaterialien, die an anspruchsberechtigte Versicherte versandt werden, ausgewogen formuliert sind und in einer laienverständlichen Sprache über Nutzen und Risiken der Früherkennungsmaßnahmen aufklären. Für unterschiedliche Migrantengruppen müssen die Informationsmaterialien außerdem in den jeweiligen Sprachen (insbesondere in Türkisch) verfügbar sein und das kulturelle Umfeld berücksichtigen.

3. Risikogruppen:
Wir fordern, dass bei der Definition der Zielgruppen die familiären, erblichen und geschlechtsspezifischen Risikokonstellationen berücksichtigt werden, da diese Risikogruppen durch eine erhöhte

Inzidenz und die Entwicklung von Darmkrebs bereits in einem früheren Alter belastet sind.

 

4. Risikokonstellationen:
Wir fordern, dass für die Zielgruppen mit einer spezifischen Risikokonstellation die Altersgrenzen, Intervalle und Früherkennungsmethoden entsprechend der nationalen und internationalen Leitlinienempfehlungen festgelegt werden und dass von Darmkrebs betroffene Patienten regelhaft über das erhöhte Risiko für ihre Verwandten informiert werden, damit diese sich über risikoangepasste Vorsorge beraten lassen und sich ggf. einer Vorsorgeuntersuchung unterziehen können.

 

5. Familienanamnese:
Wir fordern, dass die Risikomerkmale für familiären und erblichen Darmkrebs durch Abfrage und Dokumentation der Familienanamnese und der Merkmale gemäß den Amsterdam I und II-Kriterien regelhaft bei allen Versicherten identifiziert und ggf. Erhebungsbögen mit den Einladungsunterlagen verschickt werden. Auf diese Weise können bisher nicht erkannte Risikokonstellation mit großer Sensitivität und guter Spezifität erkannt werden. Eine Auswertung muss sichergestellt werden.

 

6. Immunchemische Stuhltests:
Wir fordern, dass für die Durchführung der Früherkennung immunchemische Stuhltests mit hoher Spezifität statt der bisher gebräuchlichen guajakbasierten Stuhltests in die Regelversorgung eingeführt werden, da die Validität des immunchemischen Stuhltests ausdrücklich wissenschaftlich belegt ist.

 

7. Koloskopie bei positivem Stuhltest:
Wir fordern, dass Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung bei der Umsetzung des organisierten Screenings dafür Sorge tragen, dass die positiven Befunde immunchemischer Tests durch eine Koloskopie abgeklärt werden, da dies für Wirksamkeit des Früherkennungsprogramms essentiell ist. Die Abklärungskoloskopie muss angemessen dokumentiert werden.

 

8. Dokumentation und Evaluation:
Wir fordern, dass alle Maßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs von den Leistungserbringern elektronisch dokumentiert (z. B. im Krebsregister)und unter wissenschaftlicher Begleitung regelmäßig ausgewertet werden und dass ein evidenzbasierter Satz von Qualitätsindikatoren erstellt wird. Nur so kann eine einheitliche, zeitnahe und aussagefähige Evaluation und Qualitätssicherung des Früherkennungsprogramms sicher gestellt werden.

 

9. Krebsregister:
Wir fordern eine einheitliche Dokumentation und Qualitätssicherung der Daten in den klinischen Krebsregistern aller Bundesländer, eine jährliche Berichterstattung der Ergebnisse an eine unabhängige Organisation und die datenschutzsichere Rückmeldung an die Leistungserbringer und Kostenträger. Die Evaluation mit regelmäßiger Überprüfung der Effizienz und Qualität des Programms lässt sich nur durch eine länderübergreifende Datenerhebung und

-auswertung sicherstellen. Die Rückmeldung an die Leistungserbringer und Kostenträger ist für die Überprüfung der Wirksamkeit notwendig. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm sollte entsprechend der Ergebnisse der Überprüfung angepasst werden.

 

10. Weiterentwicklung und Akzeptanz:
Wir fordern die Fortschreibung des Früherkennungsprogramms und der Früherkennungsmaßnahmen entsprechend des medizinischen Fortschritts, der sich ändernden wissenschaftlichen Evidenz und der Empfehlungen der wissenschaftlichen Leitlinien, insbesondere der S3 Leitlinie der Fachgesellschaft, um bei entsprechender Verfügbarkeit von innovativen diagnostischen Konzepten (zum Beispiel Bluttest) diese zur Darmkrebsfrüherkennung einzuführen. Die Aufnahme evidenzbasierter neuer Methoden in das Früherkennungsprogramm ist Voraussetzung für die Weiterentwicklung und zukünftige Akzeptanz des Programms.

 

Unterzeichnende Organisationen:

Deutsche Krebshilfe (DKH)

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)

Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH)

Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.

Stiftung LebensBlicke

Neuer Leitfaden zur betrieblichen Darmkrebsvorsorge gibt wertvolle Tipps für Unternehmen

Montag, 16. März 2015

Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V., die Stiftung LebensBlicke und die Felix Burda Stiftung veröffentlichen die dritte Auflage des gemeinsamen Handlungsleitfadens zur betrieblichen Darmkrebsvorsorge. Die kostenlose Broschüre wendet sich an Betriebsärzte, Personalverantwortliche und Geschäftsführer und erläutert Planung und Umsetzung einer gewinnbringenden Vorsorgeaktion.

Neun Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage des Handlungsleitfadens im Jahr 2006,  ist die Darmkrebsvorsorge, als kostenlose Gesundheitsleistung für Mitarbeiter, heute ein fester Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements vieler Unternehmen. Mit der nun komplett überarbeiteten 3. Auflage soll insbesondere auch der Mittelstand von dem wirtschaftlichen Nutzen einer solchen Aktion überzeugt werden. „Viele Mittelständer haben keinen eigenen Betriebsarzt, der so eine Gesundheits-Aktion umsetzen kann“, so Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung. „Wir zeigen daher in dem Leitfaden, wie  Darmkrebsvorsorge in jedem Betrieb möglich wird, unabhängig von der Unternehmensgröße.“

Krankheitsbedingt fallen in deutschen Unternehmen jährliche Kosten von rund 129 Mrd. Euro an, so die Studie „Vorteil Vorsorge – die Rolle der betrieblichen Gesundheitsvorsorge für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland“ (Booz & Company, 2011).

Die betriebliche Darmkrebsvorsorge bietet in diesem Zusammenhang  einen attraktiven Return on Investment von bis zu 1:5. Im War for Talent, dem Kampf um die besten Arbeitskräfte, erhöhen betriebliche Gesundheitsmaßnahmen zudem die Attraktivität eines Unternehmens.

„Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen. Gleichzeitig ist sie diejenige, die durch Vorsorge fast immer vermeidbar ist“, bekräftigt Prof. Dr. J.F. Riemann, Vorstand der Stiftung LebensBlicke. „Vorsorge kann Leben retten“, so der Mediziner. „Die betriebliche Darmkrebsvorsorge ist daher aktueller denn je.“

Jährlich werden in Deutschland rund 63.000 Menschen neu mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert, etwa 26.000 sterben an dieser Krebserkrankung. Vorsorge-Aktionen in Unternehmen sind mittels immunologischer Tests auf verstecktes Blut im Stuhl einfach umzusetzen. Diese können einen Hinweis auf das Vorliegen von Darmkrebs geben. Der Befund muss dann mit einer extern durchgeführten Darmspiegelung abgeklärt werden. Wir die Erkrankung frühzeitig erkannt, liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent.

Kostenloser Download des Handlungsleitfadens unter www.unternehmen-gegen-darmkrebs.de oder www.lebensblicke.de

Die Zukunft der Prävention. Erster internationaler Innovationsworkshop in Heidelberg.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Am 5. und 6. Juni 2014 stehen ­am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg die Zeichen auf Früherkennung und Vermeidung von Darmkrebs: Das Netzwerk gegen Darmkrebs veranstaltet gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), dem Universitätsklinikum Heidelberg und der Felix Burda Stiftung den internationalen Expertenworkshop „Innovation in Prevention, Early Detection & Diagnosis of Colorectal Cancer“. Führende Wissenschaftler aus USA, UK, Israel, Frankreich, Dänemark und Deutschland stellen ihre neuesten Forschungsergebnisse vor und diskutieren, wie zum Wohle der Patienten Erkenntnisse aus der Wissenschaft – from Bench to bedside – in den klinischen Alltag überführt werden können.

Im Einführungsvortrag diskutiert der langjährige DKFZ-Vorstand Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen die Frage von viralen Infektionen als Auslöser von Darmkrebs . In den folgenden Vortrags- und Diskussionssitzungen geht es u. a. um innovative Konzepte und Testmethoden zur Früherkennung von Karzinomen und Polypen,  die Rolle des Klassikers Aspirin in der Prävention von Darmkrebs, immuntherapeutische und genetische Ansätze sowie die gegenwärtig viel diskutierte Rolle des Microbioms bei der Entstehung und Vermeidung von Darmkrebs.

In der unter Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Siewert von der Universitätsklinik Freiburg stattfindenden abschließenden Paneldiskussion werden führende onkologische Wissenschaftler die Frage erörtern, wie der Einsatz von maßgeschneiderten, personalisierten Therapiekonzepten durch Hochleistungsrechner, die ein patientenbezogenes Datenmanagement ermöglichen, optimiert werden kann.  

„Wir freuen uns sehr, dass wir anlässlich des 10 jährigen Bestehens des Vereins Netzwerk gegen Darmkrebs mit den Wissenschaftlern aus Heidelberg diesen internationalen Innovationsworkshop durchführen können und erwarten zahlreiche Anregungen für unsere weitere Arbeit im Bereich Prävention und Früherkennung von Darmkrebs“, so Dr. Christa Maar, Präsidentin des Netzwerk gegen Darmkrebs.
Prof. Dr. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, ergänzt: „Als uns das Präsidium des Netzwerk gegen Darmkrebs vor einem Jahr mit der Idee des Innovationsworkshop ansprach, waren wir spontan begeistert und haben diese Initiative gerne aufgegriffen. Die Veranstaltung passt gerade in diesem Jahr, in dem das DKFZ sein 50 jähriges Bestehen feiert, in unser Konzept: Durch innovative Spitzenforschung neue Erkenntnisse gewinnen, wie Krebs vermeidbar oder in seinen frühen Stadien präzise diagnostizierbar ist und maßgeschneidert erfolgreich behandelt werden kann“.

Der Internationale Workshop „Innovation in Prevention, Early Detections & Diagnosis of Colorectal Cancer“ findet am 5. und 6. Juni 2014 im Communication Center des Deutschen Krebsforschungszentrums im Neuenheimer Feld in Heidelberg statt.  

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier: https://www.dkfz.de/en/colorectal-cancer-workshop-2014/

Expertenworkshop im G-BA

Donnerstag, 22. Mai 2014

Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung 

München, 22. Mai 2014 – Das Netzwerk gegen Darmkrebs und die Felix Burda Stiftung initiieren am 23. Mai 2014 einen Expertenworkshop in den Räumen des Gemeinsamen Bundesausschuss in Berlin. Rund 60 Experten der Selbstverwaltung, aus ärztlichen Fachgesellschaften und der Gesundheitspolitik diskutieren Themen, für die im Hinblick auf die Umsetzung des Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes besonderer Klärungsbedarf besteht. Der Workshop ist nicht öffentlich.

Die seit mehr als 40 Jahren gültige Krebsfrüherkennungsrichtlinien des Bundesausschusses Ärzte und Krankenkassen wurde im April 2013 durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister (Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz KFRG) abgelöst. Bei der Umsetzung des darin geforderten organisierten Früherkennungsprogramms (KFRG, § 25a), die bis 30. April 2016 beschrieben und veröffentlicht werden soll,  kommt dem gemeinsamen Bundesausschuss eine zentrale Rolle zu.
Aber auch für die weiteren Partner im Gesundheitswesen entstehen neue Handlungsfelder, in denen weitreichende Entscheidungen zu treffen sind. Dabei gibt es eine Fülle von Grundsatz- und Detailfragen zu klären, die im Rahmen des Expertenworkshops in den Räumen des G-BA diskutiert werden.  

Gastgeber Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA:
„Das Netzwerk gegen Darmkrebs engagiert sich seit vielen Jahren sehr intensiv im Bereich der Darmkrebsvorsorge. Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Das Sensibilisieren der Fachwelt und der Öffentlichkeit für diesen Bereich und die Information über Möglichkeiten der Früherkennung ist daher ein Bestreben des Netzwerks,  das ich sehr begrüße.“

Der Expertenworkshop wird moderiert von Prof. Dr. Eberhard Wille (Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung). Impulsreferate halten Prof. Dr. Reinhard Busse (Fachgebietsleiter Management im Gesundheitswesen, TU Berlin), Prof. Dr. Alexander Katalinic (Institut für klinische Epidemiologie, Universität Lübeck) und Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann (AWMF, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Universität Tübingen).

Neue Website bietet exklusive Features für Mitglieder.

Dienstag, 25. Juni 2013

München, 25.06.2013 – Nach zahlreichen personellen Veränderung im Führungsstab, will der Verein nun auch digital bei den Mitgliedern punkten. Mit dem Launch der neuen interaktiven Website stehen den Mitgliedern zahlreiche Community-Funktionen zur Verfügung.

Die neue Website www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de soll vor allem dazu beitragen den Austausch der Mitglieder untereinander zu fördern. In einem geschlossenen Bereich stehen nun social-media-verwandte Funktionen zur Verfügung wie z. B. eigene Profilseiten, Diskussionsforen und direkte Kontaktmöglichkeiten.

Das bundesweit aktive „Netzwerk gegen Darmkrebs“  ist das wichtigste unabhängige Kompetenzzentrum für die Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Darmkrebs in Deutschland. Der von Dr. Christa Maar gegründete Verein hat in den zurückliegenden Jahren eine Reihe wichtiger Aktivitäten entfaltet, um die Situation der Darmkrebsvorsorge in Deutschland zu verbessern und das erklärte Ziel des Vereins zu erreichen, die hohe Sterblichkeit von Darmkrebs deutlich abzusenken.

 

Pressekontakt:

Kathrin Schmid-Bodynek
Leitung Geschäftsstelle
Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.

Tel.: +49 89 9250-1748
Fax: +49 89 9250-2713

Kathrin.schmid-bodynek@netzwerk-gegen-darmkrebs.de

www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de

V. Fachsymposium “Zukunft ohne Darmkrebs?”

Donnerstag, 13. Juni 2013

Teilnehmer des Fachsymposiums des Netzwerk gegen Darmkrebs plädieren für eine raschere Umsetzung des Krebsfrüherkennungsgesetzes.

 

München, 13.Juni 2013 – Rund 100 Mediziner, Wissenschaftler, Krankenkassen, Pharmavertreter, Apotheker und Fachjournalisten folgten der Einladung des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. zum gestrigen Fachsymposium „Zukunft ohne Darmkrebs?“ in München. Die Umsetzung des neuen Krebsfrüherkennungs- und Registergesetzes zählte zu den meistdiskutierten Themen.

 

Einstimmige Begeisterung über das im April in Kraft getretene Krebsfrüherkennungsgesetz traf auf Unverständnis über die Dauer der Umsetzung. In einer Paneldiskussion gab Dr. Wolfgang Aubke, ehem. Vorsitzender des Beirats der Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening, zu bedenken, dass all die Schritte die zur Umsetzung des im Gesetz enthaltenen Einladungsverfahren zum Darmkrebsscreening nötig seien, bereits im Rahmen der Umsetzung des Einladungsverfahrens zum Mammographiescreening entwickelt, erprobt und optimiert wurden. Eine Blaupause sei damit bereits vorhanden, so Dr. Aubke.

Dies veranlasste auch Dr. Gerhard Brenner, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke, eine raschere Umsetzung des Gesetzes zu fordern. „Die vom G-BA veranschlagten drei Jahre sind eindeutig zu lang!“, so Brenner, der zudem darauf hinwies, dass die Dokumentation der Vorsorgekoloskopie in diesem Jahr ausläuft und hier dringend für eine Fortführung plädierte.

Neben den systemischen Voraussetzungen, sorgte auch die Kommunikationspsychologie für Gesprächsstoff. Wie sollen die Versicherten angesprochen werden und wer übernimmt diese Aufgabe? Hier solle das am vergangenen Freitag gestartete Pilot-Projekt der TK Bayern aufschlussreiche Daten liefern, so Christian Bredl, Leiter der TK Landesvertretung Bayern. 100.000 Versicherte im Alter von 50 und 55 Jahren werden von der TK mit unterschiedlichen Anschreiben und Informationsbroschüren beschickt und zu einem Beratungsgespräch über die Darmkrebsvorsorge eingeladen. Eine vergütete Evaluation durch die behandelnden Hausärzte soll im Anschluss aufzeigen, welche Kommunikationsmittel und Ansprachen zu einer hohen Inanspruchnahme geführt haben und welche Materialien von den Versicherten am besten angenommen und verstanden wurden. Mit den Daten dieses bundesweit einzigartigen Modellprojekts will die TK Bayern dem G-BA fundierte Entscheidungshilfen an die Hand geben, um ein wirkungsvolles Einladungsverfahren in ganz Deutschland auszurollen.

Das dieses Prozedere der erneuten umfangreichen Datengewinnung im Prinzip nicht notwendig  wäre, machte Kommunikationsberaterin Simone Widhalm deutlich. Es lägen bereits umfassende Untersuchungen über die Ansprache von Versicherten vor. Leider werde seitens der Krankenkassen auf  psychologisch notwendige Unterscheidung in der Ansprache von Männern und Frauen bisher noch keine Rücksicht genommen – es werde zu viel Undifferenziertes verschickt, das insbesondere bei den Männern ungelesen im Müll lande. Insbesondere die vom IQWIG herausgegebene Broschüre zur Früherkennung von Darmkrebs sei als Instrumentarium zur Aufklärung und Motivation von Laien aus kommunikativer Sicht ungeeignet.

Sophie Schwab, Vertragschefin der DAK-Gesundheit in Bayern, gab den Einwänden insofern recht, als dass sie die Krankenkassen – auch systembedingt – als eher der Ratio zugetan beschrieb. Man wisse, dass man auch hinsichtlich der emotionalen Ansprache von Versicherten noch einiges lernen müsse.

Einig waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde über das „Wer?“ – die Einladungen an Versicherte sollten bundesweit kassenübergreifend von zentraler Stelle erfolgen.

Zu den weiteren Referenten zählten Präsidentin Dr. Christa Maar, Generalsekretär Dr. Georg Ralle, Prof. Dr. Dr. J. Rüdiger Siewert, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerk gegen Darmkrebs, Hanspeter Quodt, Vorsitzender der Geschäftsführung von MSD, Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Ärztl. Direktor am Uniklinikum Ulm, Prof. Dr. Ulrich Mansmann, Leiter des Instituts für Med. Informationsverarbeitung, Biometrie u. Epidemiologie (IBE) der LMU München und Prof. Dr. Volker Heinemann, Oberarzt am Klinikum Großhadern der LMU.

Die Vorträge der Referenten stehen den Mitgliedern des Netzwerk gegen Darmkrebs im Downloadcenter der Website www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de zur Verfügung. Das Fachsymposium wurde mit freundlicher Unterstützung von Amgen, Norgine und Preventis durchgeführt.

 

Pressekontakt:

Kathrin Schmid-Bodynek
Leitung Geschäftsstelle

Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
Tel.: +49 89 9250-1748
Fax: +49 89 9250-2713

Kathrin.schmid-bodynek@netzwerk-gegen-darmkrebs.de

www.netzwerk-gegen-darmkrebs.de

Neue Website

Freitag, 15. März 2013

Das Netzwerk gegen Darmkrebs relaunchte seine neue Website.

Zahlreiche neue Funktionen, insbesondere für die Mitglieder des Vereins, stehen den Usern nun zur Verfügung.
Das Team des Netzwerks arbeitet kontinuierlich an den Erweiterung dieser neuen Website.
Bitte melden Sie uns gerne Bugs oder Fehlfunktionen an kathrin.schmid-bodynek(at)netzwerk-gegen-darmkrebs.de.
Vielen Dank.