Darmkrebsvorsorge an Universitätskliniken – es lohnt sich!

 


Weil uns die Gesundheit unserer Mitarbeiter am Herzen liegt – erfolgreiche Darmkrebsfrüherkennung am Universitätsklinikum Freiburg

In einer gemeinsamen Aktion hat das Netzwerk gegen Darmkrebs mit dem Universitätsklinikum Freiburg eine Broschüre erarbeitet, mit der wir Sie über Ziele und Ablauf unserer betrieblichen Darmkrebsvorsorge-Aktion für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Klinikums informieren möchten, die wir im Jahr 2016 in Freiburg durchführen konnten. Deren Ergebnisse haben uns veranlasst, allen Universitätskliniken eine ähnliche Aktion nachdrücklich ans Herz zu legen.

Wie Sie wissen, zeichnet sich die Erkrankung Darmkrebs nicht nur dadurch aus, dass wir jährlich rund 62.000 Neuerkrankungen verzeichnen müssen von denen 25.000 Patienten an Darmkrebs versterben, sondern v.a., dass durch das frühzeitige Erkennen der Vorstufen des Krebs in der überwiegenden Zahl der Fälle eine Erkrankung vermieden werden kann.

Die kostenlose Broschüre soll Ihnen Anregungen geben und Sie Schritt für Schritt bei der Vorbereitung und Durchführung einer Darmkrebsfrüherkennungs-Aktion in Ihrem Haus unterstützen. Sie zeigt Ihnen, dass sich eine erfolgreiche Aktion selbst mit geringem Aufwand realisieren lässt – zum Wohle der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, für der deren Gesundheit wir verantwortlich sind.

Prof. Dr. J. Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender Universitätsklinikum Freiburg und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
Dr. Christa Maar, Präsidentin Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
Dr. Georg Ralle, Generalsekretär Netzerk gegen Darmkrebs e.V.

 

Gratis-Download der Broschüre: HIER

 

Unser Service für Ihre betriebliche Vorsorgeaktion:

Vorlagen für die Planung und Umsetzung erhalten Sie hier:

Muster Projektplan

 

 

 

 

 

 

 

 

Muster Information Betriebsarzt an die Mitarbeiter

 

 

 

 

 

 

 

 

Muster Info-Poster für die Bewerbung der Aktion

 

 

 

 

 

 

 

Muster Brief Probenzusendung Mitarbeiter

 

 

 

 

 

 

 

Muster Brief Befundbericht patho

 

 

 

 

 

 

 

Muster Brief Befundbericht unauffällig

 

 

 

 

 

 

 

 

Muster Anschreiben Abschlusserhebung

 

 

 

 

 

 

 

 

Interview mit Dr. Jürgen Pietsch, Arzt für Arbeitsmedizin/Umweltmedizin und bis 2016 leitender Betriebsarzt des Universitätsklinikums Freiburg zur Aktion derbetrieblichen Darmkrebsvorsorge

 

Netzwerk gegen Darmkrebs: Lieber Herr Dr. Pietsch, was war der Anlass für diese Aktion?

Dr. Jürgen Pietsch: Es ist Kernaufgabe des Betriebsarztes die Gesundheitsförderung im Betrieb, hier Klinikum Freiburg, mit Leben zu füllen. Vorsorge, besonders von ernsten und schweren Krankheitsbildern ist besonders wichtig und effizient. Am Arbeitsplatz erreicht man die Mitarbeiter am besten, wie auch unser Angebot zeigt. Im Rahmen der betriebsärztlichen Betreuung spricht man mit vielen Mitarbeitern, damit möglichst viele Kollegen die vorhandenen Krebsvorsorgeangebote nutzen. Ich habe aber auch einen persönlichen Beweggrund. Im Freundeskreis ist nur durch frühzeitigen, noch vor dem Angebot der Krankenkassen, erfolgten Test und folgend durchgeführter Koloskopie ein Karzinom erkannt und kurativ behandelt worden.

 

NgD: Gab es Hindernisse bei der Aktion in Ihrer Klinik?

Dr. Jürgen Pietsch: Eigentlich gab es diese nicht. Professor Siewert als Leitender Ärztlicher Direktor und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Netzwerk gegen Darmkrebs hat meinen Vorschlag sofort aufgegriffen und unterstützt. Finanzen müssen geklärt werden, Kooperationspartner in der Klinik müssen gesucht werden und besonders der Personalaufwand muss geplant werden. Zu achten ist auf wiederholte Mitarbeiteransprache und Erinnerung, also auch auf interne Pressearbeit. Essentiell ist die Unterstützung durch die Klinikleitung und die Personalvertretung. Am besten sprechen diese die Mitarbeiter an (siehe Mitarbeiteranschreiben)!

 

NgD: Ein Blick zurück – hat der Aufwand gelohnt?

Dr. Jürgen Pietsch: Ja, absolut! Jeder einzelne entdeckte, auffällige Befund hat einem Mitarbeiter persönlich geholfen. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde die eigene Gesundheitsvorsorge noch stärker ein Thema. Gerade im Krankenhausbetrieb denken die Menschen oft genug zu selten an die persönliche Gesundheit. Der Arbeitgeber positioniert sich damit auch mit wertgeschätzter Fürsorge.
Wichtig ist daher auch, die kontinuierliche Vorsorge als dauerndes Angebot zu thematisieren. Der Betriebsarzt hat hier eine Schlüsselstellung.

Herr Dr. Pietsch, vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellt Dr. Georg Ralle, Generalsekretär des Netzwerk gegen Darmkrebs

 

Bei individuellen Fragen rund um die Darmkrebsvorsorge-Aktion an Ihrem Klinikum wenden Sie sich gerne an Herrn Dr. Jürgen Pietsch: pietscharbeitsmedizin@gmx.de