Aktuelles

Enormes Potenzial, unzureichende Nutzung

24. Oktober 2019
Damit deutlich weniger Menschen als bisher an Darmkrebs erkranken und sterben, muss vor allem die Prävention verbessert werden. Die Instrumente liegen bereit, doch die Politik lässt auf sich warten. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol – über die Hälfte aller derzeit auftretenden Fälle von Darmkrebs wären vermeidbar, wenn sich Menschen diesen und weiteren Risikofaktoren nicht mehr aussetzen würden.[1] Lebensstilanpassungen gelten daher zu Recht als effiziente Maßnahme, um die Erkrankung zu bekämpfen. Weitere Fälle lassen sich mit der Vorsorgekoloskopie vermeiden. Im Zeitraum von 2002 bis 2012 hat sie in Deutschland Berechnungen zufolge 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindert.[2] Die Prävention birgt also ein gewaltiges Potenzial, um die darmkrebsbedingte Morbidität und Mortalität zu reduzieren. Professor Dr. Frank Kolligs, Vizepräsident des Netzwerk gegen Darmkrebs e. V.,  schätzt, „dass man die Zahl der Neuerkrankungen allein mit den jetzt schon verfügbaren Optionen von derzeit gut 60.000 pro Jahr auf unter…
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15 Jahre Netzwerk gegen Darmkrebs: „Ein Engagement, das sich lohnt!“

21. Oktober 2019
Die Gründung des Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. jährt sich 2019 zum fünfzehnten Mal. Von der ersten Stunde an mit dabei war auch Dr. Berndt Birkner. Der Münchner Gastroenterologe zieht eine positive Bilanz aus den bisherigen Vereinsaktivitäten und sagt, warum das Netzwerk auch in Zukunft dringend gebraucht wird. Herr Dr. Birkner, was gab 2004 den Ausschlag, das Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. zu gründen? Birkner: Mit der Gründung wollten wir neben der Öffentlichkeit auch die maßgeblichen Akteure im Gesundheitswesen adressieren. Das Netzwerk sollte mit einer wissenschaftlichen und medialen Kompetenz ausgestattet sein, um Entscheidungsträger an einen Tisch zu bringen, ihnen Ideen zu liefern, Innovationen den Weg zu bahnen und durch Änderungen im System das Darmkrebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland weiterzuentwickeln. Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolge des Netzwerks? Birkner: Der erste war sicher unsere Beteiligung am Register zur Früherkennungskoloskopie. Wir konnten…
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“Kampf dem Darmkrebs bei jungen Erwachsenen“ – Für das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. bleibt viel zu tun

21. Oktober 2019
Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. feiert sein 15-jähriges Bestehen. Die Präsidentin, Frau Dr. Christa Maar, erläutert, wofür sich der Verein in den kommenden Jahren einsetzen will Frau Dr. Maar, wo steht das Netzwerk gegen Darmkrebs heute, 15 Jahre nach seiner Gründung? Dr. Maar: Das Netzwerk ist ja aus dem Bemühen der Felix Burda Stiftung entstanden, all jene zu vernetzen, die bei Prävention, Diagnostik und Therapie des Darmkrebs‘ eine wichtige Rolle spielen. Das ist uns, glaube ich, gut gelungen, insbesondere mit der Symposiumsreihe ‚Innovations in Oncology‘, die dieses Jahr zum fünften Mal stattfindet. Darüber hinaus wollten wir natürlich auch immer Themen auf die Agenda bringen, bei denen wir in der Versorgung erhebliche Defizite sehen. Wo immer es möglich war, haben wir uns für konkrete Verbesserungen in der Darmkrebsvorsorge eingesetzt, und haben - um ein Beispiel zu nennen - durch unsere konstanten…
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„Mein Wunsch zum Jubiläum: Weiter so!“

21. Oktober 2019
Grußwort von Prof. Dr. Otmar D. Wiestler © Helmholtz-Gemeinschaft der Deutschen Forschungszentren e.V. 15 Jahre ist es her, dass das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. gegründet wurde und sich seither energisch für Verbesserungen in der Darmkrebsvorsorge einsetzt. Letzteres gilt auch und vor allem für Dr. Christa Maar, deren Wirken ich über etliche Jahre mit Bewunderung begleitet habe. Ich bin überzeugt: Wenn wir heute in der Medizin, in der Politik und in der Öffentlichkeit mehr als je zuvor über Darmkrebs und Möglichkeiten der Prävention sprechen, dann ist das sicher auch ein Verdienst des Vereins und insbesondere seiner Präsidentin. Ohne deren beharrliche Initiativen und Mahnungen wäre die Darmkrebsvorsorge nicht gesetzlich verankert, und wir hätten gewiss kein Einladungsverfahren zur Früherkennung. Der Zug ist also angefahren, aber es bleibt noch Vieles zu tun, damit er richtig Fahrt aufnimmt. Nach wie vor gehen zu wenige Anspruchsberechtigte zur…
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Das Netzwerk gegen Darmkrebs trauert um sein Gründungsmitglied und seinen Ehrenpräsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen

10. Oktober 2019
Nachruf Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen (1936-2019) Mit Meinhard Classen verlieren wir einen engagierten Arzt, einen anerkannten Wissenschaftler und einen zuverlässigen Freund, der uns seit der Gründung des Netzwerk gegen Darmkrebs jederzeit mit klugem Rat und nachhaltigem Einsatz zur Seite stand. Seine international anerkannte Forschungsarbeit in der Gastroenterologie führte dazu, dass die Endoskopie nicht nur als diagnostische, sondern auch als wichtige therapeutische Disziplin Anerkennung fand, was ihm weltweite Reputation und zahlreiche Ehrungen einbrachte. Als Herausgeber wissenschaftlich-medizinischer Fachzeitschriften trug Meinhard Classen maßgeblich dazu bei, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auch im klinischen Alltag und damit beim Patienten Berücksichtigung finden. Nach seiner Emeritierung an der TU München widmete er sich noch intensiver der Darmkrebsvorsorge in Deutschland und war als Mitglied des Präsidiums beim Aufbau des Netzwerk gegen Darmkrebs in alle strategischen Überlegungen einbezogen. Darüber hinaus stellte er sein Fachwissen und…
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Neues Einladungsverfahren: Eckpunkte des organisierten Darmkrebsscreenings

31. Juli 2019
Mit der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme beschloss der G-BA am 19. Juli 2018 ein organisiertes Darmkrebsscreening. Was bedeutet dies und was ändert sich gegenüber der bisherigen Darmkrebsvorsorge? Bisher hatte jeder gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren jährlich Anspruch auf einen Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge und ab 55 Jahren Anspruch auf zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von 10 Jahren, wozu er/sie jedoch nicht explizit von der Krankenkasse eingeladen wurde. Dies ändert sich nun. Denn neu ist, dass anspruchsberechtigte Versicherte fortan regelmäßig eine Einladung zur Darmkrebs-Früherkennung erhalten. Zudem wurde das Alter von Männern, mit dem sie zur Vorsorgekoloskopie gehen dürfen, auf 50 Jahre herabgesetzt. Konkret umfassen die Änderungen folgende Punkte: Männer und Frauen erhalten mit Erreichen des 50zigsten Lebensjahres eine Einladung zum organisierten Darmkrebsscreening. Weitere Einladungen folgen mit Beginn des 55sten, 60sten und 65sten Lebensjahres. Als Einladungsstichtag ist der erste Tag nach Ablauf des…
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5. Interdisziplinäres Symposium “Die Neuvermessung der Onkologie – Vision-Zero!”

09. Juli 2019
Immer mehr Krebs: Was gegen steigende Neuerkrankungen zu tun ist. Mit einer Neuvermessung der Onkologie zur Realisierung der Vision Zero München – 04.07. 2019. Was ist zu tun, damit sich die Prognosen steigender Krebserkrankungen nicht bewahrheiten? Darüber diskutierten am 26. Juni 2019 im Axel Springer Kongresszentrum in Berlin auf dem fünften interdisziplinären Symposium „Innovations in Oncology“ führende Experten aus Wissenschaft, Medizin, Politik und Versorgung. Der Titel der diesjährigen Veranstaltung „Vision-Zero. Die Neuvermessung der Onkologie“ konnte dabei zugleich als Motto aller Beteiligten für die kommenden Jahre gewertet werden. Veranstalter des Symposiums war das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.. Aktuell erkranken rund eine halbe Millionen Menschen in Deutschland an Krebs. 230.000  sterben daran. In zehn Jahren soll die Zahl der Krebsneuerkrankungen auf 600.000 ansteigen, bis 2040 soll sich die Zahl der Krebserkrankungen sogar verdoppelt haben. Neben den zahlreichen Einzelschicksalen, die diese Hochrechnungen mit…
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Mit betrieblicher Vorsorge gemeinsam gegen Krebs!

10. Februar 2019
Ein durchschnittlicher Vollzeit-Arbeitnehmer verbringt rund 41,2 Stunden pro Woche[1] in der Arbeit. Der Arbeitsplatz ist also ein Ort an dem wir einen Großteil unseres Lebens verbringen und damit die perfekte Plattform, um Menschen für Präventionsprogramme zu gewinnen, erfahrungsgemäß auch diejenigen, die sich sonst nur schwer für Vorsorgeaktionen gewinnen lassen. Hinzu kommt, dass die demografische Entwicklung dazu führt, dass es in Zukunft zunehmend mehr ältere Arbeitnehmer geben wird. Zusätzlich stehen immer weniger Fachkräfte zur Verfügung, um Stellen zu besetzten. Betriebliche Prävention gewährleistet hier einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern und erhöht die Attraktivität eines Unternehmens. Für eine betriebliche Aktion eignet sich die Darmkrebsprävention hervorragend. Denn Darmkrebs ist mit 61.000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und Männern[2]. Als Risikofaktoren gelten nicht nur ein fortgeschrittenes Alter, ungesunde Ernährung, ein sitzender Lebensstil, sondern auch bereits erkrankte Familienmitglieder. Zudem ist Darmkrebs,…
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Es gibt kein zu jung! Neue Kooperation des Netzwerk gegen Darmkrebs mit der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

21. Dezember 2018
Das Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. und die Felix Burda Stiftung wollen künftig enger mit der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs zusammenarbeiten. In ihrem neuen Projekt „Es gibt kein zu jung“ setzt sich die Felix Burda Stiftung für frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen und verbesserte Diagnostik bei jungen Menschen ein, insbesondere bei familiärem Darmkrebsrisiko. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist im Juli 2014 von der DGHO Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologe e. V. gegründet worden. Die Onkologin Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Oberärztin an der Charité Universitätsmedizin Berlin und ehemalige Vorstandsvorsitzende der DGHO, ist seit April dieses Jahres ehrenamtlicher Vorstand der bundesweit tätigen Stiftung. Netzwerk gegen Darmkrebs: Frau Prof. Dr. med. Lüftner, Sie sind eine erfolgreiche und engagierte Onkologin. Seit dem Frühjahr dieses Jahres stehen Sie der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs vor.  Warum…
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FARKOR – Ein bayerisches Modellprojekt – attraktiv für Patienten und Ärzte

04. September 2018
Darmkrebs, oder in der Fachsprache kolorektales Karzinom, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste bösartige Krebserkrankung und auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Darmkrebs. Im bayerischen Modellprojekt FARKOR, das vom Innovationsfonds gefördert wird, sollen Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in Bayern bereits früh - im Alter von 25 bis 50 Jahren - identifiziert werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat im erwähnten Projekt die Rolle der Schirmherrschaft übernommen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ist für die Konsortialführung zuständig, womit organisatorische Aufgaben, wie das Projekt- und Finanzmanagement und die Koordination bei den Vertragsarbeiten, verbunden sind. Darüber hinaus ist die KVB ebenfalls für die Bereitstellung der erforderlichen Abrechnungs- und Servicestrukturen verantwortlich. Als Konsortialpartner sind, neben der Felix Burda Stiftung als Initiator des Projekts, die AOK Bayern, der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)…
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