Aktuelles

6. Interdisziplinäres Symposium: Vision Zero Innovations in oncology

18. Juni 2020
*** Neuer Termin: 20. Oktober 2020 ***       Programm und Anmeldung unter WWW.VISION-ZERO-2020.DE     Die Zeit ist reif zum Handeln! Nach unserem heutigen Kenntnisstand könnten bis zur Hälfte aller Krebserkrankungen durch Prävention und Früherkennung vermieden werden. Aber wir tun nicht das, was wir tun könnten bzw. tun müssten! Für ca. 5 bis 10% der Krebserkrankungen kennen wir die genetischen Faktoren; das Potenzial ist jedoch wesentlich größer. Das heißt, der Lebensstil und die Umwelt spielen eine zentrale Rolle. Es geht aber nicht nur um diese äußeren Einflussfaktoren. Die Frage ist auch: Wie viel können wir Mediziner beitragen? Wenn es ein gewisses Grundrisiko für eine Erkrankung gibt, dann sollten wir die Diagnostik so gestalten, dass wir das Krebsgeschehen so früh wie möglich erkennen und analysieren. „Vision Zero“ heißt, wir müssen jeden einzelnen Stein umdrehen und alles anschauen: den Lebensstil,…
mehr erfahren

Krebs in Zeiten der Corona-Pandemie: „Wir müssen unter Umständen mit einer Übersterblichkeit durch verschleppte Diagnosen und Therapien rechnen!“

11. Mai 2020
Wenn allerorten Kapazitäten für COVID-19-Patienten freigehalten werden, dann stellt sich fast automatisch die Frage, wie es um die Versorgung anderer Patienten bestellt ist, zum Beispiel jenen mit Krebserkrankungen. Professor Dr. Christof von Kalle, Chair für Klinisch-Translationale Wissenschaften und Direktor des Klinischen Studienzentrums am Berlin Institute of Health, sieht die Onkologie in Deutschland im Großen und Ganzen ausreichend gut gerüstet. Und so manches Versorgungsproblem lässt sich nicht auf die aktuelle Corona-Pandemie abwälzen. Herr Professor von Kalle, wir lesen anlässlich der Corona-Krise täglich über potenzielle Engpässe bei der intensivmedizinischen Betreuung von Patienten, von einem Mangel an Schutzausrüstungen und von Nachschubproblemen bei Arzneimitteln. Was bedeutet das für Krebspatienten? Christof von Kalle: Die Corona-Pandemie kann Krebspatienten theoretisch in zweierlei Weise tangieren: zum einen, indem sie sich selbst mit SARS-CoV-2 infizieren; zum anderen könnte es sein, dass es durch eine Welle von Corona-Patienten zu Engpässen…
mehr erfahren

Vision-Zero:„Ambitionierte Ansprüche zu haben, ist extrem sinnvoll!“

14. April 2020
Moderne Krebsimmuntherapien haben in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Zuletzt sorgte beispielsweise das CAR-T-Zell-Verfahren für Aufsehen. Dabei erhalten Patienten körpereigene T-Zellen, die zuvor mit einem Rezeptor für ein tumorspezifisches Antigen ausgestattet wurden [CAR: Chimärer Antigen-Rezeptor]. Seit 2018 sind in der Europäischen Union zwei CAR-T-Zelltherapien zugelassen. Zu den erfahrensten Anwendern in Deutschland gehört Professor Dr. Dr. Michael von Bergwelt. Er ist Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Münchner Uniklinikum Großhadern und beantwortet Fragen zur zellbasierten Immuntherapie und zur Vision-Zero. Netzwerk gegen Darmkrebs: Herr Professor von Bergwelt, wie beurteilen Sie den gegenwärtigen Stellenwert von zellbasierten Immuntherapien, wie der CAR-T-Zelltherapie? Michael von Bergwelt: Mit der CAR-T-Zelltherapie ist uns in den vergangenen 12 bis 15 Monaten wirklich ein sehr großer Schritt nach vorne gelungen. Wir haben sie für Patienten unter 26 Jahren mit akuter lymphatischer Leukämie und für Patienten mit…
mehr erfahren

Woher kommt die Angst vor der Vorsorge? Eine Expertin klärt auf

30. März 2020
Im diesjährigen Darmkrebsmonat März – ausgerufen von der Felix Burda Stiftung, dem Netzwerk gegen Darmkrebs und der Stiftung Lebensblicke – soll augenzwinkernd mit dem Kunstwort Präventiophobie auf Vorbehalte gegenüber der Darmkrebsvorsorge aufmerksam gemacht werden. Im Interview beantwortet Professor Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf – langjährige Unterstützerin des Netzwerk gegen Darmkrebs – Fragen zum psychologischen Mechanismus hinter der Präventiophobie.   Präventiophobie beschreibt die Angst, die vor der Darmkrebsvorsorge empfunden wird und offensichtlich größer ist als die Angst vor dem Krebs. Dass diesem Phänomen einige Menschen erliegen, bestätigen auch die 1,8 Prozent der Anspruchsberechtigten (über 55 Jahren), die im Jahr 2017 nur an einer Vorsorgekoloskopie teilnahmen (1).   Doch woher kommen diese Vorbehalte und wie lassen sich diese einfangen beziehungsweise gar beseitigen?   Dazu hat das Netzwerk gegen Darmkrebs Frau Professor Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf befragt. Sie ist Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und…
mehr erfahren

Darmkrebsprävention: Hochrisikogruppen so früh wie möglich risikoadaptiert screenen!

21. Februar 2020
Interview mit Professor Dr. Thomas Seufferlein, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Ulm. Professor Seufferlein ist neuer Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. Netzwerk gegen Darmkrebs: Professor Seufferlein, seit einigen Jahren gibt es Testverfahren zur Früherkennung von Darmkrebs und seinen Vorstufen. Welche Tests sind bereits zugelassen, bzw. welche Tests könnten aus Ihrer Sicht in absehbarer Zeit den konventionellen FIT-Test (Stuhltest) ablösen? Prof. Dr. Thomas Seufferlein: Der konventionelle FIT ist ja gerade erst bei uns eingeführt worden und hat unbestreitbare Vorteile gegenüber dem alten FOBT. Darüber hinaus ist es ein vergleichsweise günstiges Testverfahren. Es werden jedoch in absehbarer Zeit auch blutbasierte Testverfahren auf den Markt kommen, die natürlich was die Darmkrebsfrüherkennung angeht dem FIT vergleichbare Ergebnisse liefern müssen. NgD: In der Literatur wird von Arbeitsgruppen aus Israel berichtet, die mit Atemtests zur Früherkennung arbeiten.…
mehr erfahren

Enormes Potenzial, unzureichende Nutzung

09. Januar 2020
Damit deutlich weniger Menschen als bisher an Darmkrebs erkranken und sterben, muss vor allem die Prävention verbessert werden. Die Instrumente liegen bereit, doch die Politik lässt auf sich warten. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol – über die Hälfte aller derzeit auftretenden Fälle von Darmkrebs wären vermeidbar, wenn sich Menschen diesen und weiteren Risikofaktoren nicht mehr aussetzen würden.[1] Lebensstilanpassungen gelten daher zu Recht als effiziente Maßnahme, um die Erkrankung zu bekämpfen. Weitere Fälle lassen sich mit der Vorsorgekoloskopie vermeiden. Im Zeitraum von 2002 bis 2012 hat sie in Deutschland Berechnungen zufolge 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindert.[2] Die Prävention birgt also ein gewaltiges Potenzial, um die darmkrebsbedingte Morbidität und Mortalität zu reduzieren. Professor Dr. Frank Kolligs, Vizepräsident des Netzwerk gegen Darmkrebs e. V.,  schätzt, „dass man die Zahl der Neuerkrankungen allein mit den jetzt schon verfügbaren Optionen von derzeit gut 60.000 pro Jahr auf unter…
mehr erfahren

Das Netzwerk gegen Darmkrebs: Der Think Tank für die Prävention

08. Januar 2020
Im Jahr 2001 verstarb Felix Burda im Alter von 33 Jahren an Darmkrebs. Er hinterließ eine junge Familie und das Vermächtnis an seine Eltern Christa Maar und Hubert Burda, eine Stiftung zu gründen, die sich für die Prävention von Darmkrebs einsetzt. Noch im gleichen Jahr wurde mit Unterstützung zahlreicher Medizinexperten die Felix Burda Stiftung gegründet. Erklärtes Ziel der Stiftung war von Anfang an - und ist es bis heute geblieben-, dass die Bevölkerung über Darmkrebsvorsorge aufgeklärt wird und die Zielgruppen zur Teilnahme an der Untersuchung motiviert werden. Dies sollte durch Vernetzung der beteiligten Organisationen und Institutionen des Gesundheitswesens und durch innovative PR- und Medienarbeit unterstützt werden. Zur Erweiterung ihres Aktionsradius etablierte die Felix Burda Stiftung im Jahr 2004 den gemeinnützigen Verein „Netzwerk gegen Darmkrebs“. Der Verein versteht sich als Think Tank von Kompetenz- und Entscheidungsträgern aus Medizin und  Wissenschaft, Politik…
mehr erfahren

15 Jahre Netzwerk gegen Darmkrebs: „Ein Engagement, das sich lohnt!“

21. Oktober 2019
Die Gründung des Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. jährt sich 2019 zum fünfzehnten Mal. Von der ersten Stunde an mit dabei war auch Dr. Berndt Birkner. Der Münchner Gastroenterologe zieht eine positive Bilanz aus den bisherigen Vereinsaktivitäten und sagt, warum das Netzwerk auch in Zukunft dringend gebraucht wird. Herr Dr. Birkner, was gab 2004 den Ausschlag, das Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. zu gründen? Birkner: Mit der Gründung wollten wir neben der Öffentlichkeit auch die maßgeblichen Akteure im Gesundheitswesen adressieren. Das Netzwerk sollte mit einer wissenschaftlichen und medialen Kompetenz ausgestattet sein, um Entscheidungsträger an einen Tisch zu bringen, ihnen Ideen zu liefern, Innovationen den Weg zu bahnen und durch Änderungen im System das Darmkrebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland weiterzuentwickeln. Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolge des Netzwerks? Birkner: Der erste war sicher unsere Beteiligung am Register zur Früherkennungskoloskopie. Wir konnten…
mehr erfahren

“Kampf dem Darmkrebs bei jungen Erwachsenen“ – Für das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. bleibt viel zu tun

21. Oktober 2019
Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. feiert sein 15-jähriges Bestehen. Die Präsidentin, Frau Dr. Christa Maar, erläutert, wofür sich der Verein in den kommenden Jahren einsetzen will Frau Dr. Maar, wo steht das Netzwerk gegen Darmkrebs heute, 15 Jahre nach seiner Gründung? Dr. Maar: Das Netzwerk ist ja aus dem Bemühen der Felix Burda Stiftung entstanden, all jene zu vernetzen, die bei Prävention, Diagnostik und Therapie des Darmkrebs‘ eine wichtige Rolle spielen. Das ist uns, glaube ich, gut gelungen, insbesondere mit der Symposiumsreihe ‚Innovations in Oncology‘, die dieses Jahr zum fünften Mal stattfindet. Darüber hinaus wollten wir natürlich auch immer Themen auf die Agenda bringen, bei denen wir in der Versorgung erhebliche Defizite sehen. Wo immer es möglich war, haben wir uns für konkrete Verbesserungen in der Darmkrebsvorsorge eingesetzt, und haben - um ein Beispiel zu nennen - durch unsere konstanten…
mehr erfahren

„Mein Wunsch zum Jubiläum: Weiter so!“

21. Oktober 2019
Grußwort von Prof. Dr. Otmar D. Wiestler © Helmholtz-Gemeinschaft der Deutschen Forschungszentren e.V. 15 Jahre ist es her, dass das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. gegründet wurde und sich seither energisch für Verbesserungen in der Darmkrebsvorsorge einsetzt. Letzteres gilt auch und vor allem für Dr. Christa Maar, deren Wirken ich über etliche Jahre mit Bewunderung begleitet habe. Ich bin überzeugt: Wenn wir heute in der Medizin, in der Politik und in der Öffentlichkeit mehr als je zuvor über Darmkrebs und Möglichkeiten der Prävention sprechen, dann ist das sicher auch ein Verdienst des Vereins und insbesondere seiner Präsidentin. Ohne deren beharrliche Initiativen und Mahnungen wäre die Darmkrebsvorsorge nicht gesetzlich verankert, und wir hätten gewiss kein Einladungsverfahren zur Früherkennung. Der Zug ist also angefahren, aber es bleibt noch Vieles zu tun, damit er richtig Fahrt aufnimmt. Nach wie vor gehen zu wenige Anspruchsberechtigte zur…
mehr erfahren