Aktuelles

Neues Einladungsverfahren: Eckpunkte des organisierten Darmkrebsscreenings

31. Juli 2019
Mit der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme beschloss der G-BA am 19. Juli 2018 ein organisiertes Darmkrebsscreening. Was bedeutet dies und was ändert sich gegenüber der bisherigen Darmkrebsvorsorge? Bisher hatte jeder gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren jährlich Anspruch auf einen Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge und ab 55 Jahren Anspruch auf zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von 10 Jahren, wozu er/sie jedoch nicht explizit von der Krankenkasse eingeladen wurde. Dies ändert sich nun. Denn neu ist, dass anspruchsberechtigte Versicherte fortan regelmäßig eine Einladung zur Darmkrebs-Früherkennung erhalten. Zudem wurde das Alter von Männern, mit dem sie zur Vorsorgekoloskopie gehen dürfen, auf 50 Jahre herabgesetzt. Konkret umfassen die Änderungen folgende Punkte: Männer und Frauen erhalten mit Erreichen des 50zigsten Lebensjahres eine Einladung zum organisierten Darmkrebsscreening. Weitere Einladungen folgen mit Beginn des 55sten, 60sten und 65sten Lebensjahres. Als Einladungsstichtag ist der erste Tag nach Ablauf des…
mehr erfahren

5. Interdisziplinäres Symposium “Die Neuvermessung der Onkologie – Vision-Zero!”

09. Juli 2019
Immer mehr Krebs: Was gegen steigende Neuerkrankungen zu tun ist. Mit einer Neuvermessung der Onkologie zur Realisierung der Vision Zero München – 04.07. 2019. Was ist zu tun, damit sich die Prognosen steigender Krebserkrankungen nicht bewahrheiten? Darüber diskutierten am 26. Juni 2019 im Axel Springer Kongresszentrum in Berlin auf dem fünften interdisziplinären Symposium „Innovations in Oncology“ führende Experten aus Wissenschaft, Medizin, Politik und Versorgung. Der Titel der diesjährigen Veranstaltung „Vision-Zero. Die Neuvermessung der Onkologie“ konnte dabei zugleich als Motto aller Beteiligten für die kommenden Jahre gewertet werden. Veranstalter des Symposiums war das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.. Aktuell erkranken rund eine halbe Millionen Menschen in Deutschland an Krebs. 230.000  sterben daran. In zehn Jahren soll die Zahl der Krebsneuerkrankungen auf 600.000 ansteigen, bis 2040 soll sich die Zahl der Krebserkrankungen sogar verdoppelt haben. Neben den zahlreichen Einzelschicksalen, die diese Hochrechnungen mit…
mehr erfahren

Mit betrieblicher Vorsorge gemeinsam gegen Krebs!

10. Februar 2019
Ein durchschnittlicher Vollzeit-Arbeitnehmer verbringt rund 41,2 Stunden pro Woche[1] in der Arbeit. Der Arbeitsplatz ist also ein Ort an dem wir einen Großteil unseres Lebens verbringen und damit die perfekte Plattform, um Menschen für Präventionsprogramme zu gewinnen, erfahrungsgemäß auch diejenigen, die sich sonst nur schwer für Vorsorgeaktionen gewinnen lassen. Hinzu kommt, dass die demografische Entwicklung dazu führt, dass es in Zukunft zunehmend mehr ältere Arbeitnehmer geben wird. Zusätzlich stehen immer weniger Fachkräfte zur Verfügung, um Stellen zu besetzten. Betriebliche Prävention gewährleistet hier einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern und erhöht die Attraktivität eines Unternehmens. Für eine betriebliche Aktion eignet sich die Darmkrebsprävention hervorragend. Denn Darmkrebs ist mit 61.000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und Männern[2]. Als Risikofaktoren gelten nicht nur ein fortgeschrittenes Alter, ungesunde Ernährung, ein sitzender Lebensstil, sondern auch bereits erkrankte Familienmitglieder. Zudem ist Darmkrebs,…
mehr erfahren

Es gibt kein zu jung! Neue Kooperation des Netzwerk gegen Darmkrebs mit der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

21. Dezember 2018
Das Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. und die Felix Burda Stiftung wollen künftig enger mit der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs zusammenarbeiten. In ihrem neuen Projekt „Es gibt kein zu jung“ setzt sich die Felix Burda Stiftung für frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen und verbesserte Diagnostik bei jungen Menschen ein, insbesondere bei familiärem Darmkrebsrisiko. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist im Juli 2014 von der DGHO Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologe e. V. gegründet worden. Die Onkologin Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Oberärztin an der Charité Universitätsmedizin Berlin und ehemalige Vorstandsvorsitzende der DGHO, ist seit April dieses Jahres ehrenamtlicher Vorstand der bundesweit tätigen Stiftung. Netzwerk gegen Darmkrebs: Frau Prof. Dr. med. Lüftner, Sie sind eine erfolgreiche und engagierte Onkologin. Seit dem Frühjahr dieses Jahres stehen Sie der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs vor.  Warum…
mehr erfahren

FARKOR – Ein bayerisches Modellprojekt – attraktiv für Patienten und Ärzte

04. September 2018
Darmkrebs, oder in der Fachsprache kolorektales Karzinom, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste bösartige Krebserkrankung und auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Darmkrebs. Im bayerischen Modellprojekt FARKOR, das vom Innovationsfonds gefördert wird, sollen Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in Bayern bereits früh - im Alter von 25 bis 50 Jahren - identifiziert werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat im erwähnten Projekt die Rolle der Schirmherrschaft übernommen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ist für die Konsortialführung zuständig, womit organisatorische Aufgaben, wie das Projekt- und Finanzmanagement und die Koordination bei den Vertragsarbeiten, verbunden sind. Darüber hinaus ist die KVB ebenfalls für die Bereitstellung der erforderlichen Abrechnungs- und Servicestrukturen verantwortlich. Als Konsortialpartner sind, neben der Felix Burda Stiftung als Initiator des Projekts, die AOK Bayern, der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)…
mehr erfahren

„Der Wille, möglichst viele Mitbürger vor der Diagnose Darmkrebs zu bewahren, ist im G-BA offensichtlich nicht besonders ausgeprägt.“

23. Juli 2018
STELLUNGNAHME ZUM G-BA BESCHLUSS VOM 19.07.18 Das Netzwerk gegen Darmkrebs und die Felix Burda Stiftung freuen sich, dass der G-BA jetzt endlich – nach wohlgemerkt fünf Jahren - eine Entscheidung zur Einführung des organisierten Darmkrebs Screenings getroffen hat. Im Krebsfrüherkennungsgesetz, das im Jahr 2013 verabschiedet wurde, war hierfür eigentlich eine Frist bis April 2016 vorgesehen. Das es nun endlich Fortschritte für die Darmkrebsvorsorge in Deutschland geben soll, ist aus Sicht der Versicherten natürlich zu begrüßen. Doch auch wenn die Umsetzung des Programms gegenwärtig noch nicht im Detail bekannt ist, so ist eines jetzt schon deutlich: der Gemeinsame Bundesausschuss hat wesentliche Punkte der Fachgesellschaften, die diese im Hinblick auf die erfolgreiche Umsetzung des organisierten Screening Programms für Darmkrebs in einer gemeinsamen Stellungnahme formuliert und dem Gemeinsamen Bundesausschuss zugeleitet hatten, nicht berücksichtigt. Für die Fachgesellschaften ist das zentrale Anliegen, durch das Screening…
mehr erfahren