Aktuelles

6. Interdisziplinäres Symposium: Vision Zero Innovations in oncology

30. März 2020
*** Neuer Termin: 20. Oktober 2020 ***       Programm und Anmeldung unter WWW.VISION-ZERO-2020.DE     Die Zeit ist reif zum Handeln! Nach unserem heutigen Kenntnisstand könnten bis zur Hälfte aller Krebserkrankungen durch Prävention und Früherkennung vermieden werden. Aber wir tun nicht das, was wir tun könnten bzw. tun müssten! Für ca. 5 bis 10% der Krebserkrankungen kennen wir die genetischen Faktoren; das Potenzial ist jedoch wesentlich größer. Das heißt, der Lebensstil und die Umwelt spielen eine zentrale Rolle. Es geht aber nicht nur um diese äußeren Einflussfaktoren. Die Frage ist auch: Wie viel können wir Mediziner beitragen? Wenn es ein gewisses Grundrisiko für eine Erkrankung gibt, dann sollten wir die Diagnostik so gestalten, dass wir das Krebsgeschehen so früh wie möglich erkennen und analysieren. „Vision Zero“ heißt, wir müssen jeden einzelnen Stein umdrehen und alles anschauen: den Lebensstil,…
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Woher kommt die Angst vor der Vorsorge? Eine Expertin klärt auf

30. März 2020
Im diesjährigen Darmkrebsmonat März – ausgerufen von der Felix Burda Stiftung, dem Netzwerk gegen Darmkrebs und der Stiftung Lebensblicke – soll augenzwinkernd mit dem Kunstwort Präventiophobie auf Vorbehalte gegenüber der Darmkrebsvorsorge aufmerksam gemacht werden. Im Interview beantwortet Professor Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf – langjährige Unterstützerin des Netzwerk gegen Darmkrebs – Fragen zum psychologischen Mechanismus hinter der Präventiophobie.   Präventiophobie beschreibt die Angst, die vor der Darmkrebsvorsorge empfunden wird und offensichtlich größer ist als die Angst vor dem Krebs. Dass diesem Phänomen einige Menschen erliegen, bestätigen auch die 1,8 Prozent der Anspruchsberechtigten (über 55 Jahren), die im Jahr 2017 nur an einer Vorsorgekoloskopie teilnahmen (1).   Doch woher kommen diese Vorbehalte und wie lassen sich diese einfangen beziehungsweise gar beseitigen?   Dazu hat das Netzwerk gegen Darmkrebs Frau Professor Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf befragt. Sie ist Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und…
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Darmkrebsprävention: Hochrisikogruppen so früh wie möglich risikoadaptiert screenen!

21. Februar 2020
Interview mit Professor Dr. Thomas Seufferlein, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Ulm. Professor Seufferlein ist neuer Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. Netzwerk gegen Darmkrebs: Professor Seufferlein, seit einigen Jahren gibt es Testverfahren zur Früherkennung von Darmkrebs und seinen Vorstufen. Welche Tests sind bereits zugelassen, bzw. welche Tests könnten aus Ihrer Sicht in absehbarer Zeit den konventionellen FIT-Test (Stuhltest) ablösen? Prof. Dr. Thomas Seufferlein: Der konventionelle FIT ist ja gerade erst bei uns eingeführt worden und hat unbestreitbare Vorteile gegenüber dem alten FOBT. Darüber hinaus ist es ein vergleichsweise günstiges Testverfahren. Es werden jedoch in absehbarer Zeit auch blutbasierte Testverfahren auf den Markt kommen, die natürlich was die Darmkrebsfrüherkennung angeht dem FIT vergleichbare Ergebnisse liefern müssen. NgD: In der Literatur wird von Arbeitsgruppen aus Israel berichtet, die mit Atemtests zur Früherkennung arbeiten.…
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Enormes Potenzial, unzureichende Nutzung

09. Januar 2020
Damit deutlich weniger Menschen als bisher an Darmkrebs erkranken und sterben, muss vor allem die Prävention verbessert werden. Die Instrumente liegen bereit, doch die Politik lässt auf sich warten. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol – über die Hälfte aller derzeit auftretenden Fälle von Darmkrebs wären vermeidbar, wenn sich Menschen diesen und weiteren Risikofaktoren nicht mehr aussetzen würden.[1] Lebensstilanpassungen gelten daher zu Recht als effiziente Maßnahme, um die Erkrankung zu bekämpfen. Weitere Fälle lassen sich mit der Vorsorgekoloskopie vermeiden. Im Zeitraum von 2002 bis 2012 hat sie in Deutschland Berechnungen zufolge 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindert.[2] Die Prävention birgt also ein gewaltiges Potenzial, um die darmkrebsbedingte Morbidität und Mortalität zu reduzieren. Professor Dr. Frank Kolligs, Vizepräsident des Netzwerk gegen Darmkrebs e. V.,  schätzt, „dass man die Zahl der Neuerkrankungen allein mit den jetzt schon verfügbaren Optionen von derzeit gut 60.000 pro Jahr auf unter…
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Das Netzwerk gegen Darmkrebs: Der Think Tank für die Prävention

08. Januar 2020
Im Jahr 2001 verstarb Felix Burda im Alter von 33 Jahren an Darmkrebs. Er hinterließ eine junge Familie und das Vermächtnis an seine Eltern Christa Maar und Hubert Burda, eine Stiftung zu gründen, die sich für die Prävention von Darmkrebs einsetzt. Noch im gleichen Jahr wurde mit Unterstützung zahlreicher Medizinexperten die Felix Burda Stiftung gegründet. Erklärtes Ziel der Stiftung war von Anfang an - und ist es bis heute geblieben-, dass die Bevölkerung über Darmkrebsvorsorge aufgeklärt wird und die Zielgruppen zur Teilnahme an der Untersuchung motiviert werden. Dies sollte durch Vernetzung der beteiligten Organisationen und Institutionen des Gesundheitswesens und durch innovative PR- und Medienarbeit unterstützt werden. Zur Erweiterung ihres Aktionsradius etablierte die Felix Burda Stiftung im Jahr 2004 den gemeinnützigen Verein „Netzwerk gegen Darmkrebs“. Der Verein versteht sich als Think Tank von Kompetenz- und Entscheidungsträgern aus Medizin und  Wissenschaft, Politik…
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15 Jahre Netzwerk gegen Darmkrebs: „Ein Engagement, das sich lohnt!“

21. Oktober 2019
Die Gründung des Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. jährt sich 2019 zum fünfzehnten Mal. Von der ersten Stunde an mit dabei war auch Dr. Berndt Birkner. Der Münchner Gastroenterologe zieht eine positive Bilanz aus den bisherigen Vereinsaktivitäten und sagt, warum das Netzwerk auch in Zukunft dringend gebraucht wird. Herr Dr. Birkner, was gab 2004 den Ausschlag, das Netzwerk gegen Darmkrebs e. V. zu gründen? Birkner: Mit der Gründung wollten wir neben der Öffentlichkeit auch die maßgeblichen Akteure im Gesundheitswesen adressieren. Das Netzwerk sollte mit einer wissenschaftlichen und medialen Kompetenz ausgestattet sein, um Entscheidungsträger an einen Tisch zu bringen, ihnen Ideen zu liefern, Innovationen den Weg zu bahnen und durch Änderungen im System das Darmkrebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland weiterzuentwickeln. Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolge des Netzwerks? Birkner: Der erste war sicher unsere Beteiligung am Register zur Früherkennungskoloskopie. Wir konnten…
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“Kampf dem Darmkrebs bei jungen Erwachsenen“ – Für das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. bleibt viel zu tun

21. Oktober 2019
Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. feiert sein 15-jähriges Bestehen. Die Präsidentin, Frau Dr. Christa Maar, erläutert, wofür sich der Verein in den kommenden Jahren einsetzen will Frau Dr. Maar, wo steht das Netzwerk gegen Darmkrebs heute, 15 Jahre nach seiner Gründung? Dr. Maar: Das Netzwerk ist ja aus dem Bemühen der Felix Burda Stiftung entstanden, all jene zu vernetzen, die bei Prävention, Diagnostik und Therapie des Darmkrebs‘ eine wichtige Rolle spielen. Das ist uns, glaube ich, gut gelungen, insbesondere mit der Symposiumsreihe ‚Innovations in Oncology‘, die dieses Jahr zum fünften Mal stattfindet. Darüber hinaus wollten wir natürlich auch immer Themen auf die Agenda bringen, bei denen wir in der Versorgung erhebliche Defizite sehen. Wo immer es möglich war, haben wir uns für konkrete Verbesserungen in der Darmkrebsvorsorge eingesetzt, und haben - um ein Beispiel zu nennen - durch unsere konstanten…
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„Mein Wunsch zum Jubiläum: Weiter so!“

21. Oktober 2019
Grußwort von Prof. Dr. Otmar D. Wiestler © Helmholtz-Gemeinschaft der Deutschen Forschungszentren e.V. 15 Jahre ist es her, dass das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. gegründet wurde und sich seither energisch für Verbesserungen in der Darmkrebsvorsorge einsetzt. Letzteres gilt auch und vor allem für Dr. Christa Maar, deren Wirken ich über etliche Jahre mit Bewunderung begleitet habe. Ich bin überzeugt: Wenn wir heute in der Medizin, in der Politik und in der Öffentlichkeit mehr als je zuvor über Darmkrebs und Möglichkeiten der Prävention sprechen, dann ist das sicher auch ein Verdienst des Vereins und insbesondere seiner Präsidentin. Ohne deren beharrliche Initiativen und Mahnungen wäre die Darmkrebsvorsorge nicht gesetzlich verankert, und wir hätten gewiss kein Einladungsverfahren zur Früherkennung. Der Zug ist also angefahren, aber es bleibt noch Vieles zu tun, damit er richtig Fahrt aufnimmt. Nach wie vor gehen zu wenige Anspruchsberechtigte zur…
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Das Netzwerk gegen Darmkrebs trauert um sein Gründungsmitglied und seinen Ehrenpräsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen

10. Oktober 2019
Nachruf Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen (1936-2019) Mit Meinhard Classen verlieren wir einen engagierten Arzt, einen anerkannten Wissenschaftler und einen zuverlässigen Freund, der uns seit der Gründung des Netzwerk gegen Darmkrebs jederzeit mit klugem Rat und nachhaltigem Einsatz zur Seite stand. Seine international anerkannte Forschungsarbeit in der Gastroenterologie führte dazu, dass die Endoskopie nicht nur als diagnostische, sondern auch als wichtige therapeutische Disziplin Anerkennung fand, was ihm weltweite Reputation und zahlreiche Ehrungen einbrachte. Als Herausgeber wissenschaftlich-medizinischer Fachzeitschriften trug Meinhard Classen maßgeblich dazu bei, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auch im klinischen Alltag und damit beim Patienten Berücksichtigung finden. Nach seiner Emeritierung an der TU München widmete er sich noch intensiver der Darmkrebsvorsorge in Deutschland und war als Mitglied des Präsidiums beim Aufbau des Netzwerk gegen Darmkrebs in alle strategischen Überlegungen einbezogen. Darüber hinaus stellte er sein Fachwissen und…
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Neues Einladungsverfahren: Eckpunkte des organisierten Darmkrebsscreenings

31. Juli 2019
Mit der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme beschloss der G-BA am 19. Juli 2018 ein organisiertes Darmkrebsscreening. Was bedeutet dies und was ändert sich gegenüber der bisherigen Darmkrebsvorsorge? Bisher hatte jeder gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren jährlich Anspruch auf einen Stuhltest zur Darmkrebsvorsorge und ab 55 Jahren Anspruch auf zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von 10 Jahren, wozu er/sie jedoch nicht explizit von der Krankenkasse eingeladen wurde. Dies ändert sich nun. Denn neu ist, dass anspruchsberechtigte Versicherte fortan regelmäßig eine Einladung zur Darmkrebs-Früherkennung erhalten. Zudem wurde das Alter von Männern, mit dem sie zur Vorsorgekoloskopie gehen dürfen, auf 50 Jahre herabgesetzt. Konkret umfassen die Änderungen folgende Punkte: Männer und Frauen erhalten mit Erreichen des 50zigsten Lebensjahres eine Einladung zum organisierten Darmkrebsscreening. Weitere Einladungen folgen mit Beginn des 55sten, 60sten und 65sten Lebensjahres. Als Einladungsstichtag ist der erste Tag nach Ablauf des…
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